Der Tausendfüßler Raphael

Mose 3 - Die zehn Plagen

(2. Mose 5-12)

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Der Tausendfüßler Raphael



Darnach ging Mose und Aaron hinein und sprachen zu Pharao: So sagt der HERR, der Gott Israels: Laß mein Volk ziehen, daß mir's ein Fest halte in der Wüste....

2. Mose 5-12 (Luther 1912)



Der Pharao von Ägypten will Gottes Volk nicht ziehen lassen

Aaron und Mose kamen dann
im Land Ägypten müde an,
nachdem - nach langer Wanderschaft -
sie mit viel Mut und mit viel Kraft

vom Wüstenland hierher gekommen,
als sie von Gott Befehl bekommen:
"Geht nun nach Ägypten, führt von dort
mein Volk an einen sicheren Ort!"

So gingen sie in Pharaos Schloss
- der Mut war klein, die Angst war groß -,
sie sprachen: "Gott befiehlt dir laut:
Lass ziehn mein Volk, das mir vertraut!"

Der Tausendfüßler Raphael
Was meint ihr, Kinder, wohl denn nun,
was wird der Pharao jetzt tun?
Hört er auf Gott und ist gescheit -
ist böse er und nicht bereit?


Das Herz des Pharao war hart,
drum hat der Herr sich offenbart:
Mose und Aaron mussten nun
vor Pharao ein Wunder tun.

Aus einem Stab ward eine Schlange -
den Menschen wurde ziemlich bange,
und jeder furchtsam rückwärts wich,
wo übern Weg die Schlange schlich.

Pharaos Zauberer waren schlau,
und taten das Gleiche - ganz genau!
Doch gegen Gott war das vermessen,
drum hat Moses Schlange sie gefressen.

Des Pharaos Herze, das blieb kalt,
da kam der Mose, der rief: "Halt!
Lässt Israel du jetzt nicht gehen,
wirst du noch manche Nöte sehen!"

Und sehr bald, da kam die große Not:
Da wurden alle Flüsse rot.
Das Wasser fing gar an zu stinken,
man konnte es nun nicht mehr trinken!

Auch kamen dann auf Gottes Wort
gar viele Frösche an diesen Ort.
Sie hüpften in großer Zahl umher.
Nun ward die Plage ihm zu schwer.

Er rief: "Oh Gott, hab doch Erbarmen -
hilf uns mit deinen starken Armen!
Nimmst du die Frösche all dahin,
lass' ich dein Volk alsbald dann ziehn."

Doch kaum waren alle Frösche tot
und es war behoben diese Not,
da brach der König gleich sein Wort
und ließ das Volk nun doch nicht fort.

Nun schickte Gott Mücken in das Land -
überall man diese Mücken fand!
Sie setzten sich sogar auf Mensch und Vieh.
Solch schlimme Plage gab es dort noch nie!

Der Tausendfüßler Raphael
Wird Pharao nach alldem nun
jetzt endlich Gottes Willen tun?
Wird er denn ehrlich nun und rein
dem heil'gen Gott gehorsam sein?


Nein, er weigert' sich auch weiterhin
und änderte nicht seinen Sinn.
Da kamen Stechfliegen herein,
brachten den Ägyptern arge Pein!

Der König bat aufs Neue nun,
es solle der Herr Abhilfe tun.
Doch waren kaum die Fliegen fort,
da brach er wieder kalt sein Wort.

Der Ägypter Vieh bekam die Pest,
von all den Tieren blieb kaum ein Rest.
Selbst bei bösen Blattern als Gericht
besann der Pharao sich nicht.

Er war Israel nicht gewogen,
selbst als dunkle Wolken aufzogen,
aus denen dann ein Hagel kam
und dem Volk Vieh und Ernte nahm.

Gott, der Herr, ließ nicht mit sich spaßen:
Heuschrecken kamen, die alles fraßen -
riesige Schwärme bis zum Horizont,
kein Gewächs blieb von ihnen verschont.

Um Gnade zwar der Pharao schrie,
von Angst gepackt wie fast noch nie -
doch als die Plage war gebannt,
er gleich zur Sturheit zurückfand.

Drei Tage Finsternis ließ Gott jetzt kommen.
Nur Israel war davon ausgenommen -
da war es hell, denn Gott ist gut,
weil er die Seinen schützen tut!

Der Tausendfüßler Raphael
Es stieg gar sehr des Königs Unbehagen;
gab er sich schließlich nun geschlagen?
Wird endlich der Pharao denn nun
Gott gehorchen und dessen Willen tun?


"So zieht weg, ihr Jungen und ihr Alten -
doch euer Vieh werd' ich behalten!"
So sprach der Pharao ohn' alle Einsicht,
ließ das Volk auch diesmal ziehen nicht.

Gott sprach zu Mose: "Mach bereit
mein ganzes Volk, jetzt ist es Zeit,
ich bring euch aus Ägypten fort,
ins Heil`ge Land, den schönen Ort."

Jetzt schickte Gott die zehnte Plage
- die schlimmste war das, ohne Frage:
All Erstgeburt von Mensch und Vieh im Land
zu Mitternacht ein schrecklich' Ende fand.

Da brach ein sehr großer Jammer aus
und tiefe Trauer war in jedem Haus.
Jetzt trieb der Pharao sie selber aus dem Land,
damit er von den Plagen endlich Ruhe fand.

Der Tausendfüßler Raphael
Und nun, nach all diesen Geschichten,
was könnt ihr, Kinder, nun berichten?
Was ist besser: Ungehorsam sein
oder Gott gehorchen, lieb und rein?

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